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Allgemeines

Kanuslalom ist eine Wettkampfdisziplin des Kanusports. Ziel ist es, eine mit Toren festgelegte Strecke auf schnell fließendem Wasser in kürzester Zeit fehlerfrei zu befahren.

Wettkampfstrecke

Von der Start- bis zur Ziellinie darf der Wettkampfparcours bis zu 600 m lang sein. Die Strecke wird mit mindestens 18 und maximal 25 Toren ausgehängt, die entsprechend ihrer Nummerierung zu durchfahren sind. Die meisten Tore sind grün-weiß gekennzeichnete Abwärtstore. Diese sind in Fließrichtung zu durchfahren. Sechs Tore müssen jedoch Aufwärtstore sein, die rot-weiß gekennzeichnet und stromaufwärts zu durchqueren sind.

Der Sportler muss während des Wettkampfes eine zugelassene Schwimmhilfe und einen zugelassenen, festgezogenen Kopfschutz tragen.

Ein Wettkampf besteht aus zwei Läufen (Durchgängen); die Gesamtzeit eines Laufes ergibt sich aus der Gesamtfahrzeit zuzüglich etwaiger Strafzeiten. Für die Ermittlung des Gesamtergebnisses wurden bis 2008 die Ergebnisse der beiden Läufe addiert; seit 2009 kommt nur noch der bessere Lauf in die Wertung.

Strafpunkte

Jede Torstabberührung oder sonstige Torfehler werden in Form von Strafpunkten geahndet.
  • 0 Strafpunkte

    • Fehlerfreie Befahrung in vorgeschriebener Fahrtrichtung
  • 2 Strafpunkte

    • Befahrung eines Tores in vorgeschriebener Richtung mit Berührung eines oder beider Torstäbe
  • 50 Strafpunkte

    • Befahrung eines Tores entgegen der vorgeschriebenen Richtung
    • Verlassen eines Tores entgegen der vorgeschriebenen Richtung, nachdem der Körper (Rumpf oder Kopf) des Wettkämpfers die Torlinie durchbrochen hat
    • Berührung eines oder beider Torstäbe ohne nachfolgende Befahrung
    • absichtliches Wegstoßen eines Stabes, um das Tor befahren zu können
    • Ausübung einer Eskimorolle im Tor, wenn das Boot kieloben mit dem unter Wasser befindlichen Wettkämpfer die Torlinie durchbricht
    • bei jedem verfehlten Tor

Bootsklassen

Grundsätzlich unterscheidet man im Kanu-Slalom zwischen dem Kajak und dem Canadier. Der Kajak (K1) wird sitzend mit einem Doppelpaddel fortbewegt. Der Canadier wird kniend mit einem Stechpaddel gefahren. Den Canadier gibt es als Canadier-Einer (C1) und Canadier-Zweier (C2). Die Boote werden ohne Steuerungseinrichtung gefahren. Richtungsänderungen werden ausschließlich mit dem Paddel vorgenommen. Eine Spritzdecke schützt die Boote vor Wassereinbruch.